Praxis für Allgemeinmedizin

Moderne hausärztliche Versorgung in Weißenburg

Praxis für Allgemeinmedizin

Chelattherapie

Infusionstherapie mit Chelatbildnern nach ärztlicher Diagnostik und Verlaufskontrolle.

Therapie-Info

Dauerca. 60 Minuten
TypInfusionstherapie mit Chelatbildnern
VoraussetzungÄrztliches Vorgespräch und Labordiagnostik (z. B. Nierenwerte, Elektrolyte, relevante Metallparameter)
PlanungEinzelanwendung oder Serienbehandlung mit Verlaufskontrolle

Kurz erklärt

Bei der Chelattherapie werden Substanzen verabreicht, die Metalle im Blut binden und deren Ausscheidung fördern sollen.

Metalle und Schwermetalle kommen in unserer natürlichen Umwelt vor. Durch Eingriffe wie Bergbau, Landwirtschaft, Industrie und als Bestandteil zahlreicher Konsumgüter können sie Luft, Wasser, Boden, Pflanzen, Tiere und den Menschen belasten.

Vor allem in Schwangerschaft und Stillzeit sollte der Kontakt mit Schwermetallen möglichst gering gehalten werden, da Belastungen in sensiblen Entwicklungsphasen besonders relevant sind.

Durch die Gülle aus der Schlacht- und Milchtierhaltung gelangen Schwermetalle wie Kupfer, Blei, Cadmium, Chrom und Nickel auf die Felder und in die Nahrungskette.

Presseinformation 33/2004 des Umweltbundesamtes

Wissenschaftliche Arbeitsgruppen untersuchen seit Jahren Zusammenhänge zwischen chronisch niedrig dosierter Schwermetallzufuhr und verschiedenen Erkrankungen. Diskutiert werden unter anderem Bezüge zu Bluthochdruck, Krebs, Depressionen, Allergien und weiteren chronischen Krankheitsbildern.

Auch die WHO geht davon aus, dass Schwermetalle ein Hauptfaktor bei der Entstehung von Krankheiten sind.

Auch die individuelle Entgiftungskapazität, genetische Faktoren und zusätzliche Belastungen beeinflussen, wie stark metallbezogene Expositionen gesundheitlich relevant werden. Die Therapie wird in der Praxis deshalb immer nach ärztlicher Prüfung, Diagnostik und individueller Nutzen-Risiko-Abwägung geplant.

Wann kommt eine Chelattherapie infrage?

  • Bei nachgewiesenen Metallbelastungen (z. B. Blei, Quecksilber)
  • Bei passender Symptomatik und dokumentierter Expositionsgeschichte
  • Bei chronischen Beschwerden unklarer Ursache, wenn Metallbelastungen ärztlich in Betracht gezogen werden
  • Wenn Untersuchung und Laborbefunde eine Therapieplanung tragen

Wichtig: Die Entscheidung zur Behandlung erfolgt nach ausführlicher ärztlicher Aufklärung und gemeinsamer Nutzen-Risiko-Abwägung.

Ablauf in der Praxis

In einem ausführlichen ärztlichen Gespräch werden Beschwerden, Expositionsgeschichte und gesundheitlicher Status erfasst. Anschließend erfolgt die notwendige Diagnostik. Je nach Ergebnis wird die Therapie individuell geplant und durchgeführt. Während der Infusion (ca. 60 Minuten) erfolgt eine medizinische Überwachung. Therapieerfolg und Verträglichkeit werden durch regelmäßige Verlaufskontrollen überprüft.

Termin vereinbaren

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